Lebensweise und Verhalten der Skorpione

Die Lebensweise und das Verhalten der Tiere hängen jeweils sehr stark von der Art des Skorpions ab beziehungsweise sind die einzelnen Arten sehr stark an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst, wodurch sich natürlich auch beim Verhalten gewaltige Unterschiede ergeben.

Skorpione sind Fleischfresser und leben somit von der Jagd auf andere Tiere.
Ihre Beute besteht aus anderen Gliederfüßern, wie Heuschrecken, Spinnen, Ameisen oder auch anderen Skorpionen, aber auch aus kleinen Reptilien und auch aus kleinen Säugetieren wie Mäusen.

Ihr Sehsinn ist dabei schwach ausgeprägt, alleine damit wäre die Jagd oder andere Tätigkeiten, welche hohe Präzision erfordern nicht erfolgreich zu bewerkstelligen.
Sehr gut ausgeprägt ist bei den Skorpionen jedoch die Wahrnehmung von Vibrationen. Über die Art und Intensität der Vibrationen können sie sich ein sehr genaues Bild über ihre Umgebung machen. Und über diesen Sinn lokalisieren sie auch ihre Beute.

Ihre Beute töten sie mit ihrem Giftstachel. Das Gift er Skorpione besteht aus 2 Teilen, eine zum Töten ihrer Beute und eines zur Verteidigung gegenüber ihren Fressfeinden.

Ihre großen Scheren dienen ihnen dabei vor allem als Werkzeug z.B. zum Graben oder zum Zerteilen der Beute.
Das Zerteilen der Beute ist für die Skorpione von entscheidender Bedeutung, da sie nur eine sehr kleine Mundöffnung haben und dementsprechend auch nur sehr kleine Stücke zu sich nehmen können. Die zerkleinerten Stücke werden dann durch Enzyme weiter aufbereitet, erst dann kann die Beute quasi auch „gegessen“ werden.
Der einzige Teil der Beute, den sie schnell zu sich nehmen können sind deren Körpersäfte.
Dementsprechend sind Skorpione oft ziemlich viele Stunden mit ihrer erlegten Beute beschäftigt.

Skorpione ihrerseits haben auch zahlreiche Fressfeinde und stellen unter anderem für Vögel, Reptilien, aber auch für große Frösche und einige Säugetiere eine willkommene Beute dar.

Skorpione pflanzen sich übrigens zwar über Eier fort, leben diese aber nicht ab, sondern gebären lebende Junge.
Nach der Paarung entwickeln sich im Weibchen die Eier und es schlüpfen – ebenfalls noch im Weibchen – die Jungen daraus. Die Jungen leben noch einige Wochen lang auf dem Muttertier, bevor sie dieses endgültig verlassen.
Dieser Zeitpunkt fällt mit der 1. Häutung der jungen Skorpione zusammen. Insgesamt häuten sie sich 6-7 Mal bevor sie ausgewachsen sind.

Skorpione sind giftig, ihr Stachel ist bei vielen Menschen sehr gefürchtet.
Diese Furcht ist aber pauschal nicht begründet.
Denn ähnlich wie bei Insekten so sind auch bei den Skorpionen die meisten Arten nicht für den Menschen gefährlich. Bei den in Mitteleuropa heimischen Arten wirkt sich ein Skorpion-Stich ähnlich einem Wespenstich aus.
Natürlich gibt es aber gerade in den warmen Klimaregionen zahlreiche Arten, deren Gift auch für Menschen oder größere Säugetiere wirklich lebensgefährlich sein kann.